Zensur

Dieser Blog spiegelt meine Meinung wider.

Im Juni 2019 habe ich es selber mitbekommen, mein ProviderWikipedia erklärt es, Vodafone hat begonnen, Teile des Internets zu blocken, nicht verwechseln, nicht bloggen, sondern zu blockieren! Jedenfalls habe ich es erst ab da beim Aufruf einer Seite festgestellt. Vodafone nennt es selber WebBlock, womit sie zugeben Internetseiten zu blocken. Manche geblockte Seiten sind eigentlich harmlos, sie enthalten nur Links zu anderen Seiten. Zugegebener Maßen bieten die dann Inhalte an, die gegen geltendes Recht verstößen können. Ne Linksammlung verbieten? Das Internet besteht aus Links, diese haben es erst groß gemacht. Diese ZensurWikipedia erklärt es findet wohl unter dem Deckmantel urhebergeschützten Inhaltes statt. Nun bin ich selber für die Einhaltung urhebergeschützten Inhaltes, bin ich doch selber u.a. Hobbyfotograf. Aber deswegen ganze Link-Seiten zu blocken, empfinde ich als Zensur. Der Anfang ist gemacht. Was kommt als nächstes?
Sich dann auch noch hinstellen und über die Menschenrechte in anderen Staaten meckern? Scheinheilig! Es werden meine und die Rechte aller Deutschen, die im Grundgesetzt festgelegt sind, beschnitten. Dort heißt es:

(Artikel 5, Grundgesetz)
"(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemeinen zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."


Das bedeutet, es wird gegen das Grundgesetz verstoßen!!! Denn es findet ja eine Zensur statt!

WebBlockBei Aufruf einer "bösen Seite" wird diese nicht angezeigt, sondern es wird einem folgende Seite von Vodafone aufs Auge gedrückt. Wem diese Seite von Vodafone noch nicht unter gekommen ist, ist wohl ein braver Bürger. Sind im Umkerschluss alle anderen Verbrecher? Garantiert nicht. Aber, die Unschuldsvermutung gilt hier nicht mehr, man schreibt mir vor, was ich sehen darf oder nicht. Das reine Lesen, was ich lese und warum, geht niemanden etwas an. Vodafone macht dass, weil die Politik das so vorschreibt. Es sind also unsere, von uns gewählten Volksvertreter, die das so vorschreiben. Warum wählt ihr die dann? Es sind bald wieder Wahlen, geht hin und wählt andere Volksvertreter, solche, die auch das Volk vertreten und nicht mit Füßen treten!
Für die Telekom gab es ebenfalls ein Urteil zur Sperrung.extern zu Golem

Wenn man für ein freies Internet und somit gegen Zensur des Internets ist wie ich, kann man etwas dagegen tun, ich tat es und zeige hier auf, was auch ihr gegen sinnlose DNS-Sperren tun könnt.
Erklärungsversuch: Wenn man über seinen Provider im Internet surft, werden URLsWikipedia erklärt es, die man in die Adresszeile des Browsers eingibt, oder als Bookmarklink (Lesezeichenlink) anklickt, beim Provider von der Textversion einer Seiten-URL in die entsprechende IP-AdresseWikipedia erklärt es umgewandelt. Dafür bedient man sich eines Domain Namen Systems, kurz DNSWikipedia erklärt es. Eine auch sehr gute Erklärung liefert der Chaos Computer Club zu DNSextern zum CCC.
Nun ist man aber nicht auf den DNS-Server des Providers angewiesen. Man kann seine Interneteinwahl selber konfigurieren und einen anderen DNS-Server festlegen. Das möchte ich am Beispiel eines DNS-Servers von z.B. Google, unter Windows 10 (Desktopversion) erklären. Bei Windows 7 und 8.x ist es analog ebenso einzustellen.

Netzwerk x, InternetzugriffIm Systray befindet sich das Icon mit dem Titel "Netzwerk x, Internetzugriff". Das ist der stilisierte Monitor mit einem Netzwerkstecker daneben. Über dieses Icon ruft man per klick mit der rechten Maustaste ein kleines Fenster auf. In dem steht in der unteren Zeile "Netzwerk- und Interneteinstellungen öffnen". Das wird mit der linken Maustaste ausgewählt. Es öffnet sich nebenstehendes Fenster (links). Dort wählt man den Eintrag "Ethernet"Wikipedia erklärt es (bei anderen evtl. WLAN) aus.

Im nächsten Fenster wählt man den Eintrag "Adapteroptionen ändern" aus.

In dem sich öffnenden Fenster (links) "Netzwerkverbindungen" führt man einen rechtsklick auf "Ethernet" aus und wählt dort "Eigenschaften". Jetzt erst sind wir in den Netzwerkeinstellungen für das Internetprotokoll. Auf den Eintrag "Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4)" klicken wir 1x um den Eintrag zu markieren und wählen dann die Schaltfläche "Eigenschaften" aus.

In dem sich jetzt öffnenden Fenster ist standardmäßig der Eintrag "DNS-Serveradresse automatisch beziehen" aktiviert. Das führt zu dem Verhalten, dass der DNS-Server des Providers genommen wird. Wir erinnern uns, der zensiert jetzt.
Ich habe das Beispiel eines DNS-Servers von Google erwähnt. Der DNS-Server von Google, bzw. einer davon hat die Adresse 8.8.8.8, ein zweiter von Googel die Adresse 8.8.8.4. Beide tragen wir in die beiden Zeilen wie im Bild ein. Als alternativer DNS-Server kann auch ein völlig anderer Anbieter eingetragen werden. Wenn einer nicht Online ist, wird der andere genommen. Das ganze müssen wir natürlich noch mit "OK" bestätigen.

Das waren die Einstellungen. Da diese DNS-Server aber noch nicht aktiv sind, empfiehlt es sich Windows neu zu starten. Nach dem Start ist der neue Eintrag des DNS-Servers aktiv.

Wer Google nicht vertraut kann deutsche DNS-Server nehmen. Hier eine ständig geprüfte Liste deutscher DNS-Serverexterner Inhalt. Darüber hinaus kann in einem verwendeten Router ebenfalls ein eigener DNS-Server festgelegt werden. Einfach mal die Bedienungsanleitung bemühen.

Viel Erfolg und Spaß beim grenzenlosen surfen.


mein Netgear-RouterIn meinem Router von Netgear, kann man die Einstellung für den DNS-Server in den Grundeinstellungen vornehmen. In anderen Routern wird es sicher ebenfalls solch eine Einstellmöglichkeit geben.

Lasst euch nicht alles gefallen, tut was dagegen. Und dran denken, es sind bald wieder Wahlen!