Blinklampe


COB-LEDFürs Lightpainting habe ich mir eine Blink-LED-Lampe gebaut. Ausgehend von einer COB-LED mit 1,2W (bei Pollin erstanden), habe ich eine Schaltung mit einem Timer-IC und einer Konstatstromquelle entworfen. Die Schaltung ist relativ einfach, für Anfänger zum Nachbau geeignet. Stromlaufplan Blinkgeber Im Stromlaufplan sind Bauelemente drin, die ich einfach zur Verfügung hatte. So taucht da ein B3170V auf, ein über 40 Jahre alter DDR-IC, welcher nichts weiter als ein LM317 ist. Er arbeitet mit dem Widerstand R3 als Konstantstromquelle für die LED. Auch ist da ein BFY 46 aus der Bastelkiste drin. Der kann einen Kollektorstrom bis 500mA ab, bei einer Kollektor-Emitterspannung von 30V. Ein Transistor mit 100mA Kollektorstrom wie ein BC547 kam mir zu knapp bemessen vor. Der NE555 kann 200mA treiben, für diese LED hätte es gereicht. Aber dann hätte ich keinen Schalter für Dauerlicht einbauen können. Den Ausgang des NE555 kurzuschließen, wäre keine gute Idee gewesen. Da die COB-LED über 9V benötigt, habe ich mich für 12V Betriebsspannung entschieden. Die 80mA Konstantstrom sind ein Kompromiss zwischen Helligkeit und Wärmeentwicklung an der LED. Bei den angegebenen 120mA Betriebsstrom benötigt sie schon etwas Unterstützung in Form eines Kühlkörpers. Das wollte ich vermeiden.

Entwurf Ein vorhandenes Gehäuse schrieb mir Batteriehalter für AAA-Batterien vor. Bei dem Strom sollten sie eine Weile mitspielen. Dadurch wird auch Platz gespart. Das folgende Bild zeigt das vorhandene Gehäuse mit den Batteriehaltern und der LED oberhalb.


Aus alter Gewohnheit zeichne ich mein Leiterplattenlayout mit Bleistift auf 5mm Mathepapier. Der Beistiftentwurf wird ausgeschnitten, an das Kupfermaterial mit Tesafilm geklebt. Dann werden die Lötaugen durchs Papier hindurch durchgekörnt. Dazu verwende ich einen 3mm Gewindebohrer. Der ist gehärtet und macht einen schönen "Krater" zum bohren. Im Anschluss werden die Bohrungen durchgeführt, entgratet. Nachdem dann das Kupfer poliert und mit Spritus entfettet wurde, zeichne ich mit einem roten Edding die Leiterbahnen. Die "bemalte" Leiterplatte wird, da bin ich ebenso altmodisch, in Eisen-(III)-Chlorid geätzt. Das Bad wird vorher erwärmt, damit es schneller geht. Nach fast 50 Jahren Bastelei, wirft man alte Gewohnheiten nicht so einfach über Bord. Es funktioniert noch immer. Wer genau hinsieht, erkennt auch Abweichungen zwischen dem Bleistiftentwurf und der, mit rotem Edding gezogenen Leiterplattenbemalung. Das ist kreative Änderung im Entwicklungsprozess.
Ist die Leiterplatte fertig geätzt, wird bestückt. Der Erfolg stellt sich ein, nach nochmaliger Prüfung, wenn alles funktioniert. Und es funktionierte auf Anhieb. Das Gehäuse habe ich noch mattschwarz lackiert und dann alles eingebaut. Die weißen Filzscheiben links im Gehäuse und auf dem Potiboden, halten das Plexiglastool in Höhe der LED.

Fertiges Tool, Länge gesamt 37cm.