Du bist der 21466. Vogelliebhaber auf meiner Vögel in Marzahn-Seite. Ich freue mich, dass du dich hierher verirrt hast. Ich stelle hier einige der Singvögel vor, die ich hier fast täglich beobachten kann. Obwohl Marzahn eine Großstadtsiedlung ist, kommen hier mehr Vögel vor, als man sich im Allgemeinen vorstellt.
Ein kleines Video während einer Winterfütterung am Ende dieser Seite.
Wie ihr ja vielleicht gelesen habt, wohne ich in Europa, Deutschland, dort in Berlin im Stadtbezirk Marzahn (neuerdings Marzahn/Hellersdorf), in der größten und berühmtesten Plattenbausiedlung der Welt !!!
Man denkt nur Schlimmes wenn man dies hört. Ich kann euch sagen, dieses Image stimmt nicht. Ich lade jeden auf einen Besuch ein, der sich davon überzeugen möchte. Es sind Vorurteile. Glaubt mir, ich wohne seit 1987 hier und weiß wovon ich rede, weil ich schon in mehreren anderen Stadtbezirken, aber auch während meiner Armeezeit 18 Monate im Wald (an, oder besser gesagt "zwischen" der innerdeutschen Grenze) gelebt habe. An diese 18 Monate erinnere ich mich sehr gerne, da ich hier die Natur kennen und lieben gelernt habe.
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Die Amsel (Turdus merula) gehört zu den Drosseln, ist wohl jedem bekannt. Ihr markanter Gesang,
vorallem während der Dämmerung ist kaum zu überhören. Wenn es in Hecken, Sträuchern und im
trockenen Laub raschelt, ist es oftmals die Amsel, welche nach ihrer Nahrung sucht. Sie erreicht eine Länge
von 24 cm, bleibt das ganze Jahr hier und hat bis zu 3 Gelege im Jahr, diese ab März. Sie legt dabei jedes Mal
3-7 Eier, Grundfarbe grünlich-blau mit dichter bräunlicher Befleckung. Mit lautem Gezeter lenkt sie sogar
Elstern, die um einiges größer sind als sie, von ihrem Nest ab. Sie ernährt
sich von Schnecken, Würmer, Insekten aber auch Früchte und Beeren, nistet in Hecken, Büschen aber
auch in Bäumen. Hier in Marzahn: hat sie viele Quartiere, denn der Stadtbezirk hat viele Hecken und niedrigwachsendes
Gehölz. An der Futterstelle scharrt sie im Winter sogar im Schnee nach Essbarem.
Ein kleines von mir gefilmtes Video einer Amselfütterung am 12.06.2004 ist hier zu sehen ...
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Die Bachstelze (Motacilla alba) gehört zu den Stelzen. Sie ist nicht nur an
Bächen zu finden, sondern auch in der Nähe von anderen Gewässern. Auffällig an ihr ist die
markante schwarz-weiß-graue Färbung und ihr langer Schwanz. Durch ihren unruhig wirkenden Lauf mit dem
wippenden Schwanz ist sie leicht zu erkennen. Sie wird bis 18 cm lang, nistet auf Balken, in Mauerlöchern und
anderen, für Vögel ungewöhnlichen Stellen. Zwei Bruten mit jeweils 5-6 Eier, die hellgrau und dunkel
gefleckt sind, legt sie ab April an. Ihre Nahrung besteht aus Insekten und Spinnen. Hier in Marzahn: sehe ich sie immer öfter in der Nähe von Müllkontainerplätzen,
da diese oftmals mit Kletterpflanzen zugerangt und somit reichhaltig mit Insekten bestückt sind.
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Die Blaumeise (Parus caeruleus) gehört zu den Meisen und ist eher ein scheuer und
unruher Gast. Durch ihre einmalige Färbung dürfte sie selbst für Laien erkennbar sein. Der Bauch
ist gelb, der Rücken olivgrün, der Kopf, Flügel und Schwanz blau und das weiße Gesicht mit
einem schwarzen Augenstreifen sind unverwechselbar. Sie wird etwa 11 cm lang, lebt in Gärten und Wälder.
Ihre Nahrung besteht aus Spinnen, Insekten und deren Larven, aber auch Sämereien. Sie nistet in Höhlen,
legt nur 1x im Jahr etwa 7-13 Eier (beachtlich für diesen kleinen Vogel !), die weiß sind und
rötliche Flecken aufweisen. Sie nistet ab Mitte April. Hier in Marzahn: Im Sommer kaum zu sehen aber dennoch zu hören, sehe ich diesen scheuen Vogel
vorallem im Winter immer öfter an der Futterstelle vor meinem Schalfzimmer.
Ein kleines von mir gefilmtes Video einer jungen Blaumeise ist hier zu sehen...
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Die Elster (Pica Pica) gehört zu den Krähen. Auch sie ist weder zu übersehen, bedingt
durch ihre schwarz-weiße große Erscheinung, bis 46 cm, noch zu überhören, durch ihr
"Schackern". Je nach Lichteinfall glänzt ihr Gefieder metallisch-grün oder auch blau. Sie hat einen
langen Schwanz, bewegt sich in der Luft flatterhaft und am Boden hüpfend. Sie kommt in offenen Parks mit
Baumgruppen, in Feldgehölzen und Gärten vor. Ihre Ernährung ist sehr vielseitig. Sie vertilgt
Insekten, deren Larven, Spinnen, Schnecken, Eier anderer Vögel und auch deren Junge, Früchte, Samen, Aas
und als Kulturfolger auch Abfälle. Sie baut ihr kugelförmiges Nest in Baumkronen aus Reisig mit
seitlichem Eingang. Sie hat ab April eine Brut im Jahr mit 6-7 Eiern, deren Grundfarben von gelblich-
grün über graubraun variieren und dabei graue Flecken haben. Hier in Marzahn: Sie ist ganzjährig hier. Vorallem im Sommer, wenn der Nachwuchs
heranwächst und die Eltern die Kinder zum Flug animieren, können ihre Rufe schon nervig werden. Im
Winter an der Futterstelle wollen sie das Futter immer klauen.
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Der Grünfink (Carduelis chloris) auch Grünling, gehört zu den Finken, wird
etwa 14 cm lang. Wie so oft in der Tierwelt sind auch hier die Männchen (von Natur aus schöner),
intensiver gefärbt als die Weibchen. Sie sind olivgrün mit auffällig gefärbten gelb-schwarzen
Flügeln. Er kommt fast überall vor, so auch in Gärten, Parks und Wälder. Er frisst Knospen,
Samen und Kleintiere (Insekten, Schnecken etc.). Er baut ein umfangreiches Nest in Büschen, Hecken,
Bäumen und in Fassadenbegrünungen. Hier legt er ab April 4-6 Eier in 2, gelegentlich auch 3 Gelegen pro
Jahr. Die Eier sind in der Grundfarbe weißlich und haben bräunliche und schwarze Flecken. Hier in Marzahn: Man findet ihn hier ganzjährig. Im Sommer sitzt er oft auf Bäumen und
trällert Stundenlang, mit kurzen Standortwechseln, sein Lied. Im Winter ist er neben den
Kohlmeisen der am häufigsten anzutreffende Vogel an der
Futterstelle.
Leider kein Gesang. Der Kernbeißer (Coccothraustes coccothraustes) ist etwa 15-18 cm groß und bringt ein
Gewicht bis zu 80g auf die Waage. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich nicht. Beide sind auf dem Rücken braun
und am Bauch hellbraun gefärbt. An den Flügeln hat der Kernbeißer eine weiße Flügelbinde. Er hat einen sehr kurzen Schwanz,
deren Ende auch weiß ist. Er kommt fast überall in Europa bis Asien ganzjährig in Wälder, Parks und Gärten vor.
Seine Nahrung besteht aus Samen und Nüssen. Durch seinen sehr starken, bis zu 2,5 cm langen Schnabel sind ihm
selbst sehr harte Nüsse jederzeit willkommen. Er baut ein napfförmiges Nest in Büschen oder Bäumen. Hier legt er
3-5 schwarzgesprenkelte, in der Grundfarbe blaue Eier. Männchen wie Weibchen bebrüten die Eier 9-14 Tage lang. Nach
10-14 Tagen sind die Jungen schon flügge. Hier in Marzahn: Das Foto ist am 29.01.2012 entstanden. Er ließ sich anstandslos ablichten, kam mir sogar etwas eitel rüber. Danke dafür.
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Die Klappergrasmücke (Sylvia corruca) gehört zu den Grasmücken, wird knapp
14 cm lang. Sie ist grau, am Bauch hellgrau gefärbt. Der Schwanz hat weiße Außenkanten. Sie kommt
in Parks, Waldrändern und in Feldgehölzen vor. Die Klappergrasmücke kommt in unseren Breiten nur von
April-September vor, ist also ein Sommervogel. Ihre Nahrung besteht aus Insekten und deren Larven, Spinnen und
Beeren. Sie baut ihr nach oben offenes Nest aus Wurzeln und Halmen in Hecken und Gebüsche. Ihre 3-5 Eier sind
von weißlicher Grundfarbe und nur leicht gesprenkelt. Sie legt diese in 2 Bruten pro Jahr ab Mai ab. Hier in Marzahn: Ich habe sie erst seit den letzten 2-3 Jahren hier gesehen. Ist also ein Zeichen
dafür, dass das Leben hier in Marzahn nicht so schlimm sein kann, wenn sogar wilde Tiere freiwillig hier
wohnen und leben wollen. ;)
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Die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) gehört zu den Grasmücken, wird 13-15 cm
lang. Ihre Oberseite ist grünlich-bräunlich, die Unterseite und die Seiten des Kopfes sind grau und die Bauchseite
geht ins Weiße. Männchen und Weibchen kann man an der Farbe der Kappe erkennen. Die des Weibchens ist braun und
die des Männchens schwarz. Der Schwanz ist wie die Oberseite grünlich-bräunlich. Sie kommt in Gärten, Parks mit
Büschen und Bäumen, aber auch in Schonungen und Wälder vor. Die Mönschgrasmücke kommt in unseren Breiten von
April-Oktober vor, ist also ein Sommervogel. Ihre Nahrung besteht aus Insekten und deren Larven, Spinnen und im
Herbst auch Beeren. Sie baut ihr Nest in dichter Vegetation (Büschen) in Bodennähe. Ihre 4-5 Eier sind
von weißlicher Grundfarbe und rot bis braun gefleckt. Sie legt diese in 1-2 Bruten pro Jahr ab Mai ab. Beide,
Männchen wie Weibchen, brüten abwechselnd 12-13 Tage lang. Die nackt schlüpfenden Nesthocker fliegen nach
10-14 Tagen aus.
Hier in Marzahn: Ich habe sie hier im Sommer 2004 erstmalig gehört und gesehen. Sie weck mich
seitdem Jahr fast täglich mit ihrem sehr schrillen Gesang. Dabei singt sie an einem Platz nie lange und meist im
dichten Gestrüpp, was die Beobachtung sehr erschwert. Anhand dieses Gesanges hätte ich sie auch schon früher gehört,
was aber definitiv nicht der Fall war.
Das kleine von mir gefilmte Video zeigt die Mönchsgrasmücke bei mir
im Hof...
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Die Kohlmeise (Parus major) gehört zu den Meisen. Sie dürfte auch jedem bekannt sein,
denn ihr Federkleid ist ebnso auffällig wie z.B. das einer Elster. Sie wird etwa 14 cm
lang, ist gelb gefärbt, wobei sie einen schwarzen Kopf mit weißen Wangen und einen schwarzen
Längsstreifen in der Mitte des Bauches hat. Dieser Streifen ist bei den Weibchen schmaler und kürzer
ausgeprägt. Die Kohlmeise lebt in Gärten, Parks, aber eben auch in Städten und hier in Hecken,
Feldgehölzen. Sie frisst Insekten, Larven, Spinnen und Samen. Ihre 6-12 Eier mit weißlichem Untergrund
und rötlichen Flecken, legt sie meist nur in einem Gelege pro Jahr in Baumhöhlen und Nistkästen ab
Ende März ab. Hier in Marzahn: Auch sie ist ganzjährig hier. Zu Gesicht bekommt man sie aber eher im Winter,
wenn sie sich Futter an der Futterstelle holt. Hier streitet sie sich auch, wenn es sein
muss, mit den Grünfinken darum.
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Die Mehlschwalbe (Delichon urbica) gehört zu den Schwalben. Diesen kleinen Gesellen,
sie wird etwa 13 cm lang, kennt wohl auch jeder. Ihr Gefieder ist an der Oberseite metallisch blauschwarz, an der
Kehle und an der Unterseite weiß gefärbt. Der Schwanz ist gegenüber der
Rauchschwalbe nur schwach gegabelt. Auch Schwanzspitzen fehlen. Sie kommt in ländlicher Gegend und
Städten vor. Nistet aber auch in Steinbrüchen und Steilküsten. Jeder wird wissen, sie kommt nur im
Sommer, von April bis Oktober, bei uns vor. Ihre Nahrung besteht aus Insekten, welche sie im Flug erbeutet. Da sie
dabei im Flug Haken schlägt, muss sie ein gutes Sehvermögen haben. Die Nester, die sie an die
Außenwände von Gebäuden klebt, sind geschlossene Halbkugeln mit einem Einflugloch oben. Gebaut
werden diese von ihr aus Pflanzenfasern und Lehm. Innen werden sie gepolstert. Sie brütet ab Mai 2-3 Mal im
Jahr mit jeweils 3-5 Eier, die weiß und fein gepunktet sind. Hier in Marzahn: Ich habe den Eindruck sie wird immer seltener. Dies liegt vielleicht daran, dass sie
einen riesigen Mist macht, denn der Kot wird einfach über den Nestrand gegeben. Wer schon 1x ein Schwalbennest,
hier in Marzahn meist auf dem Balkon hatte, spannt in den darauffolgenden Jahren ein Netz, um so dem Dreck, der
enorm ist, zu entkommen.
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Die Rauchschwalbe (Hirundo rustica) gehört zu den Schwalben. Sie ist etwas
größer als die Mehlschwalbe und auch etwas farbenfreudiger. Sie erreicht
eine Größe von 17-19 cm, hat eine dunkelblaue Oberseite, die metallisch glänzt. Ihre Unterseite ist rahmfarben.
Stirn und Kehle sind rostbraun und sie hat ein blau schimmerndes Halsband. In der Stadt kommt sie seltener als
auf Dörfern vor, dort eher auf Bauernhöfen. Wie die Mehlschwalbe kommt sie nur im Sommer bei uns vor und hat hier
2-3 Bruten mit 4-5 weißen Eiern im Jahr. Ihre Nester baut sie im Inneren von Gebäuden, meist in Mastställen.
Ihre Nahrung besteht aus Insekten, die sie im Flug erbeutet. Hier in Marzahn: Sie kommt nicht so oft vor, hat aber dank teilweise offener Dachüberbauungen und
Simsen eine gute Brutmöglichkeit.
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Die Nachtigall (Luscinia megarhynchos) gehört zu den Drosseln. Ein unscheinbarer,
etwa 16 cm groß werdender, einfarbig braun gefärbter Vogel. Auch wenn er einfarbig braun ist, so ist die
Unterseite doch etwas heller gehalten. Was ihn ausmacht ist sein Gesang. Man möchte denken, man wäre im Tropenhaus
eines Tierparks wenn man ihn singen hört. Die Tonaufnahme stammt von mir selber (natürlich von der Nachtigall).
Im Sommer 2001 konnte ich sie nachts aufnehmen. Sie kommt nur im Sommer in Gärten, Friedhöfen, Parks, in Laub-
und Mischwäldern vor. Ihre Nahrung besteht aus Beeren, Insekten und Larven, Spinnen, Schnecken, Würmern und
anderen Kleintieren, die sie am Boden sucht. Das Nest baut sie in blickdichten Sträuchern. Hier hatt sie
eine Brut im Jahr, ab Mai mit 4-6 olivgrün gefärbten Eiern. Hier in Marzahn: Seit den letzten 3 Jahren tritt sie vermehrt auf. Das hat seinen Grund sicher
in den immer dichter werdenden Sträuchern im Stadtbezirk.
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Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula) gehört zu den Drosseln, wird etwa 14 cm lang
und ist an der Oberseite olivbraun, an der Unterseite graubraun gefärbt. Die Brust, bist hin zu den Augen und dem
Schnabel sind orange. Es lebt in Parks, Gärten und Wäldern mit Unterholz. Es friesst Beeren, Früchte, Insekten,
Würmer, Schnecken und andere Kleinsttiere, nistet zwischen Baumwurzeln und in Höhlen. Hier legt es im Jahr
zwei Bruten mit 5-7 hellen Eiern mit variablen Flecken ab April/Mai ab. Hier in Marzahn: ... kommt es auch ganzjährig, aber doch sehr selten vor, was nicht
überall der Fall ist. Im Sommer kaum zu sehen, ist es an der winterlichen
Futterstelle hin und wieder zu sehen.
Leider kein Ton, dafür ein 8-sekündiges, von mir gefilmtes Video ...
Die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) habe ich in dieser Wohnung, in diesem Jahr
(2002), hier zum ersten Mal gehört. Ja gehört. Der "Gesang" war etwas, was ich noch nicht kannte. (Ich lausche immer
beim computern bei offenem Fenster!!!) Ich legte mich mit meiner Videokamera auf die lauer und... ...ich
wurde belohnt. Ich bekam sie ins Bild (siehe Bild links). Hier in Marzahn: ... wie gesagt, habe ich sie zum ersten Mal entdecken können.
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Der Spatz (Passer domesticus) gehört zu den Sperlingen. Er wird bis zu 14,5 cm lang.
Er ist ganzjährig bei uns heimisch. Seine äußeren Merkmale sind eine grau/braune Grundfarbe. Flügel und Rücken sind
braun gefärbt und haben dunkle Längsstreifen. Seine gesamte Unterseite ist grau bzw. hellgrau. Wie so oft in der
Tierwelt, so hat auch hier das Männchen eine ausgeprägtere Färbung, die sich beim Spatz in einer typischen
Kopfzeichnung auszeichnet. Die Weibchen sind hier farbloser gestaltet. Den Gesang der Spatzen (er)kennt wohl jeder
Stadtbewohner, denn er gilt als Kulturfolger des Menschen. So kommt er auch überall in Europa, auf Dörfern und in
Städten vor. Der Spatz frisst Beeren, Samen, Knospen, Insekten und Kleintiere, aber auch Grünteile von Pflanzen.
Sein Nest ist ein unordentlicher umfangreicher Bau in Mauerlöschern. Er nistet auch unter Dachbalken und
Dachvorsprüngen. Sein Gelege besteht aus 5 bis 6 Eiern, die in der Grundfarbe bläulich bis dunkelgrün sind und
einen dichten Teppich von dunkelbraunen Flecken vorweisen. Er brütet 2 bis 3x im Jahr ab der zweiten Aprilhälfte.
Hier in Marzahn: Auch wenn viele sagen er sei seltener geworden, so kann ich dies nicht bestätigen.
Nach wie vor ist er ein oft gesehener Gast.
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Der Star (Sturnus vulgaris) gehört zu den Staren. Er ist etwas kleiner als eine
Amsel, etwa 21 cm lang. Gerade während der Brutzeit, die ab Mai ist, ist er leicht mit
einer Amsel zu verwechseln, da er dann einen gelben Schnabel und ein schwarzes Gefieder hat, welches im Licht
auch metallisch glänzt. In der Ruhezeit jedoch ist das Gefieder weiß getüpfelt und der Schnabel dunkelbraun.
Im Flug ist er aber an seinen markanten dreieckigen Flügeln gut zu erkennen. Er kommt in Parks, Feldern und
Wäldern vor. In Gärten ist er als Kirchendieb bekannt, umso schlimmer, da er außerhalb der Brutzeit
in riesigen Schwärmen auftritt. Seine Nahrung geht von Früchten und Beeren bis hin zu Kleintieren. Sein
einziges Gelege, ein unordentlich wirkendes Nest in Baumhöhlen, Felsspalten und Mauerlöschern, legt er ab
April an und belegt es mit 4-6 blass blaugrünen Eiern. Hier in Marzahn: Bei mir im Hof stehen 2 wilde Pflaumenbäume. Wenn die Brutzeit vorbei ist machen
sich die Stare über diese Pflaumen her, wenn ich nicht schneller bin und sie vorher pflücke. Die wissen was
schmeckt!
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Der Stieglitz (Carduelis carduelis) gehört zu den Finken. Er ist einer der buntesten
Vertreter hier und in Europa. Das ist auch leider ein Grund, warum er immer wieder gefangen wird, um ihn als
Käfigvogel wie etwa Wellensittiche zu halten. Sein Gesicht ist rot mit weißen Wangen, Kopf und Nacken schwarz,
Brust Rücken und Bauch sind bräunlich und seine Flügel sind schwarz und sie haben gelbe Ränder. Hier sind Männchen
und Weibchen gleich gefärbt. Er kommt in Gärten, Parks und Waldrändern vor. Seine Nahrung besteht aus Samen auch
von Disteln. Daher rührt auch sein zweiter Name: Distelfink. Dann verzehrt er noch Kleintiere. Ab Mai nistet er in
Hecken und Bäumen und legt dabei ein Gelege mit 4-6 Eiern im Jahr an. Diese sind weiß mit rotbraunen Flecken, die
sich am stumpfen Teil der Eier häufen. Hier in Marzahn: Bisher sah ich ihn nur im Hochsommer auf den Spitzen von Bäumen sitzend
und sein Lied singen.
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Der Zeisig (Carduelis spinus), auch Erlenzeisig genannt, gehört zu den Finken. Männchen und
Weibchen unterscheiden sich etwas in der Färbung. Das Männchen ist an der Oberseite grün, unten weiß und an beiden
Seiten schwarz gestrichelt. Markant sind auch seine schwarze Kappe und Latz. Das Weibchen hat dagegen eine
gefleckte Kappe und keinen Latz. Beide sind etwa 13cm groß und werden nur ca. 18g schwer. Er ist in Europa und
Asien (bis nach Japan) ganzjährig beheimatet, allerdings nur im Sommer auch in Skandinavien. Seine Nahrung besteht
aus Sämenreien. Er nistet in Nadelgehölzen und Erlenbeständen, legt dabei ein Gelege mit 3-5 Eiern in ein
napfförmiges Nest. Die Eier sind rotgefleckte, bläuliche Eier. Diese werden etwa 11-14 Tage bebrütet. Nach dem
Schlüpfen sind die Jungen innerhalb 13-15 Tagen flügge. Auf Grund seiner ähnlichen Färbung kann der ungeübte
Beobachter ihn schnell mit einem Grünfink verwechseln. Allerding hat der einen gedrungenen
Finkenschnabel, während der des Zeisig eher Spitz wie bei Meisen ist. Hier in Marzahn: Er kommt hier sehr häufig vor ist aber scheu und schwer zu fotografieren.
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Der Zilpzalp (Phylloscopus collybita) gehört zu den Grasmücken. Auch
er ist mehr zu hören als zu sehen. Das dürfte auch an seiner olivgrünen Färbung liegen. Sein Bauch ist
hellgrün bis leicht gelb. Sein zu Hause ist in Gärten, Parks, Wäldern und in Feldgehölzen. Fressen tut er
Insekten und Spinnen und im Spätsommer mehr Beeren. Als Sommervogel legt ein gut verstecktes Nest in
Bodennähe an. Seine 1-2 Gelege ab April besteht dabei aus 4-6 Eiern, die weiß sind und feine gelbliche und
bräunliche Flecke aufweisen. Hier in Marzahn: Bisher habe ich ihn nur zu Gehör bekommen, gesehen evtl. auch schon, ist schwer zu
sagen, da er vielen anderen Vögeln im Körperbau und Farbe gleicht.
Hier seht ihr zwei der winterlichen Futterstellen vor meinem Schlafzimmerfenster (links) und Wohnzimmer (rechts). Im linken Bild, mehr oder weniger gut zu sehen, eine Blaumeise an der linken der 2 Kokosnusschalen, die mit Sämereien bespickt sind. Diese beiden Kokosnusschalen und ein Meisenball werden ständig durch meine 74-jährige Nachbarin gepflegt und gefüllt. Vorallem finden sich hier die Grünfinken und Kohlmeisen ein. Die Finken gehen bei der "Futterbeschaffung" mitunter so rabiat vor, dass die Meisen das Nachsehen haben. Die
Grünfinken bevorzugen die Sämereien in der Kokosnusschale wie auch die
Kohlmeisen, während die Blaumeisen und das
Rotkehlchen eher die sogenannten Meisenbälle bevorzugen.
Am Boden finden sich dann auch noch andere Vögel ein, die an die herunter gefallenen Leckerbissen heranwollen. Meist auf Grund ihrer Größe, so wie bei Elstern, Tauben und Amseln. Interessant zu beobachten ist, wie intelligent dabei u.a. auch die Elstern vorgehen. Sie scheinen immerhin so klug zu sein, dass sie versuchen die Knoten zu lösen, mit denen die Meisenbälle und Kokosnusschalen aufgehängt sind. Ich habe schon durchaus intelligentes Verhalten beobachtet. So heben sie die Schnur auf den Ast, stellen sich mit einem Bein darauf, um dann erneut die Schnur zu packen und anzuheben, worauf sie erneut die Schnur mit den Beinen festhalten. So wandert das "Leckerli" ihnen immer mehr entgegen. Wenn sie Glück haben, klappt es bis zum Erfolg.
Hier noch einige Bilder, die ich neben den schon gezeigten, im Januar 2003 aufgenommen habe: